Republik Serbien.
77.484 qkm.
6.982.084 (UNO Schätzung 2018).
93 pro qkm.
Belgrad (Beograd).
Serbien liegt auf der Balkanhalbinsel in Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden an Ungarn, im Nordosten an Rumänien, im Südosten an Bulgarien, im Süden an den Kosovo und an Nordmazedonien, im Südwesten an Montenegro, im Westen an Bosnien-Herzegowina und im Nordwesten an Kroatien.
Das Landschaftsbild Serbiens wird im Norden vom fruchtbaren Flachland des Donautals sowie im südlichen Teil von mehreren Mittelgebirgen, die das Dinarische Gebirge im Westen und das Balkangebirge im Osten miteinander verbinden, geprägt. Landschaftliche Besonderheiten sind die Steppenlandschaft im Deliblatska Reservat, die Nationalparks, die Bergwälder und das Tara-Gebirge. Belgrad, die Hauptstadt, liegt an der Donau.
Parlamentarische Demokratie. Verfassung von 2006. Einkammerparlament (Narodna Skupstina) mit 250 Mitgliedern. Seit 2012 ist Serbien Anwärter für den Beitritt zur EU. Serbien strebt einen EU-Beitritt an.
Aleksandar Vucic, seit Juni 2017.
Djuro Macut, seit April 2025.
220 V, 50 Hz.
Djuro Macut, seit April 2025.
Serbien zählt noch zu den touristischen Geheimtipps Osteuropas. Seit Jahren steigen die Besucherzahlen jedoch stetig. In der Hauptstadt Belgrad kann man sich zahlreiche Museen und Galerien ansehen, die zahlreichen Restaurants und Cafés besuchen und abends in ein Nachtleben eintauchen, das in Südosteuropa seinesgleichen sucht.
Auch andere Städte außerhalb von Belgrad sind einen Besuch wert. Novi Sad ist eine hübsche, lebendige Stadt mit einem eleganten Zentrum und einer malerischen Festung mit Blick über die Donau. Die zweitgrößte Stadt war 2019 "Europäische Jugendhauptstadt" und 2022 "Kulturhauptstadt Europas". Im Norden von Serbien liegt Subotica, eine Stadt mit ungarischem Charakter und einer Reihe von Sezessionsgebäuden.
In der nördlich von Belgrad gelegenen Provinz Vojvodina gibt es einige wundervolle Feuchtbiotope, in denen zahlreiche Vogelarten leben. Südlich der Hauptstadt besteht die Landschaft aus bewaldeten Tälern, hier und da gespickt mit versteckten russisch-orthodoxen Klöstern. Über das Gebirgsland Serbiens erstrecken sich mehrere riesige Nationalparks.
Bei Ankunft am Aufenthaltsort müssen sich Ausländer innerhalb von 24 Stunden polizeilich anmelden. Dabei wird eine Bescheinigung ausgestellt, die sowohl bei der Ausreise als auch bei etwaigen Kontrollen im Land vorzulegen ist.
Die meisten internationalen Besucher reisen nach Serbien über den Flughafen Belgrad Nikola Tesla (BEG) an, der etwa 18 km westlich des Belgrader Stadtzentrums bei Surčin liegt. Er ist das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes und einer der geschäftigsten Flughäfen des westlichen Balkans. Nach bedeutenden Erweiterungsarbeiten in den letzten Jahren fungiert der Flughafen als wichtiges regionales Drehkreuz, das Südoseuropa mit dem Rest Europas, dem Nahen Osten sowie Teilen von Nordamerika und Asien verbindet.
Die nationale Fluggesellschaft Air Serbia (JU) dominiert den Flugbetrieb in Belgrad und hat ihr Streckennetz in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Neben Direktverbindungen zu europäischen Metropolen wie London, Paris, Amsterdam, Frankfurt/M., Zürich, Rom und Istanbul sowie zahlreichen Zielen auf dem Balkan bietet Air Serbia auch Langstreckenflüge nach New York sowie ausgewählte Saison- und Charterverbindungen an. Im deutschsprachigen Raum fliegt Air Serbia u. a. von Berlin, Frankfurt/M., Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und Salzburg nach Belgrad sowie ab Frankfurt-Hahn und Köln nach Niš. In den Sommermonaten werden zudem Hamburg und Hannover mit Belgrad verbunden.
Darüber hinaus bedienen zahlreiche europäische und internationale Fluggesellschaften Belgrad. Dazu gehören u. a. Lufthansa (LH) ab Frankfurt/M. und München, Austrian Airlines (OS) ab Wien, Swiss (LX) ab Zürich, Turkish Airlines (TK), KLM, Wizz Air (W6), Ryanair und easyJet. Für Reisende aus Westeuropa sind Wien, Istanbul, Frankfurt/M., München und Zürich die gängigsten Umsteigeflhäfen.
Der Flughafen Niš „Konstantin der Große“ (INI) im Süden Serbiens bedient ein kleineres Streckennetz, das hauptsächlich von Billigfluggesellschaften (wie Wizz Air u. a. ab Dortmund, Memmingen und Basel) genutzt wird. Er bietet einen praktischen Einstiegspunkt für Reisen direkt nach Südserbien oder in die benachbarten Länder Nordmazedonien und Bulgarien.
Frankfurt/M. - Belgrad: 1 Std. 45 Min.; München - Belgrad: 1 Std. 25 Min.; Wien - Belgrad: 1 Std. 5 Min.; Zürich - Belgrad: 1 Std. 40 Min.; Genf - Belgrad: 1 Std. 50 Min.
Airport Niš (INI) liegt ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Restaurant, Geschäfte, Post, Wechselstube, Mietwagenschalter. Taxis und Stadtbusse verkehren zwischen dem Flughafen und Niš.
Flughafengebühren: Die Sicherheits- und Flughafengebühren von 16,50€ sind bei internationalen Flügen in der Regel bereits im Ticketpreis enthalten und müssen nicht separat vor Ort entrichtet werden.
Serbien grenzt im Norden an Ungarn, im Nordosten an Rumänien, im Südoseuropa an Bulgarien, im Süden an Nordmazedonien, im Westen an Kroatien und Bosnien und Herzegowina sowie im Südwesten an Montenegro. Aufgrund seiner zentralen Lage auf dem Balkan und auf der Hauptlandroute zwischen Mitteleuropa und der Türkei herrscht auf den serbischen Straßen ein starker Transitverkehr von Fernbussen, LKW und Privatfahrzeugen.
Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist die Autobahn A1 (Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors X). Sie verläuft von der ungarischen Grenze bei Subotica über Novi Sad und Belgrad nach Süden in Richtung Niš und Nordmazedonien. Sie bildet das Rückgrat des Fernverkehrs im Land. Das Autobahnnetz wurde in den letzten Jahren erheblich ausgebaut, sodass die meisten internationalen Hauptstrecken nach Serbien heute moderne, gebührenpflichtige Autobahnen oder mehrspurige Schnellstraßen sind.
Anreise mit dem Auto:
Von Deutschland aus führt die beste Route in der Regel über Tschechien, die Slowakei und Ungarn (Grenzübergang Horgoš–Röszke). Von Österreich und der Schweiz bietet sich die Anreise über Italien, Slowenien und Kroatien (Grenzübergang Batrovci–Bajakovo) an. Aus Richtung Bulgarien/Sofia erfolgt die Einreise meist über Gradina nahe Dimitrovgrad.
Wichtige Grenzübergänge & Wartezeiten:
Der Hauptgrenzübergang zu Ungarn (Horgoš–Röszke) gehört zu den am stärksten frequentierten Nadelöhren Südosteuropas. Insbesondere im Juli und August ist hier durch den starken Heimkehrer- und Transitverkehr in die Türkei mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen. Alle Hauptgrenzübergänge sind rund um die Uhr geöffnet.
Fernbusse:
FlixBus verbindet Deutschland, Österreich und die Schweiz direkt mit Serbien. Die serbische Busgesellschaft Lasta bietet ebenfalls regelmäßige Fernbusverbindungen zwischen Deutschland und Serbien an.
Maut:
Schnellstraßen und Autobahnen in Serbien sind mautpflichtig. Die Maut wird streckenabhängig an Mautstationen bezahlt (in Bar, mit Kreditkarte oder elektronisch per TAG-Transponder).
Erforderliche Dokumente:
Der nationale Führerschein reicht für vorübergehende Aufenthalte aus. Das Kfz-Kennzeichen gilt als Nachweis für eine gültige Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge, die in der EU, der Schweiz und der Türkei zugelassen sind (Grüne Versicherungskarte dennoch empfohlen).
Verkehrsregeln & Sicherheit beim Autofahren:
Von Nachtfahrten auf Landstraßen wird aufgrund stellenweise schlechter Ausleuchtung und unbeleuchteter Hindernisse generell abgeraten. Die Verkehrsvorschriften – insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzungen – werden streng überwacht und durch häufige Radarkontrollen geahndet.
Wichtige Vorschriften im Überblick:
Internationale Bahnverbindungen nach Serbien existieren, allerdings ist das Streckennetz deutlich eingeschränkter als in früheren Jahrzehnten. Der Zugverkehr auf dem Balkan verläuft generell langsamer als der Straßen- oder Flugverkehr. Belgrad ist der zentrale Eisenbahnknotenpunkt des Landes, über den die meisten internationalen Verbindungen abgewickelt werden. Hauptbahnhof für den Großteil des Personenverkehrs ist der Bahnhof Belgrad Zentrum (Prokop) südlich des historischen Stadtzentrums.
Bedeutende Bahnstrecken & Ausbau:
Anreise aus dem DACH-Raum:
Direkte Zugverbindungen von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Belgrad bestehen derzeit nicht. Reisende aus Deutschland und Österreich reisen in der Regel mit Umstieg in Budapest an. Da Fahrpläne und internationale Verbindungen auf dem Balkan kurzfristigen Änderungen unterliegen können, wird dringend empfohlen, die aktuellen Zugverbindungen vorab bei den jeweiligen Bahngesellschaften (DB, ÖBB, SBB oder Srbija Voz) zu prüfen.
Serbien ist Teil des Eurail- und Interrail-Netzwerks. Sowohl der Interrail One Country Pass als auch der Interrail Global Pass (sowie entsprechende Eurail-Pässe für Nicht-EU-Bürger) werden auf den meisten inländischen Verbindungen der staatlichen Bahngesellschaft Srbija Voz anerkannt.
Sitzplatzreservierungen: Reservierungen sind in der Regel günstig, aber auf bestimmten Verbindungen verpflichtend. Dies gilt insbesondere für die Schnellfahrstrecke Belgrad–Novi Sad sowie für internationale Züge wie die Panoramabahn Belgrad–Bar nach Montenegro.
Obwohl Serbien ein Binnenland ist, bildet die Donau eine der wichtigsten internationalen Wasserstraßen Europas und spielt eine bedeutende Rolle für die Flussschifffahrt sowie den Frachtverkehr zwischen Mitteleuropa und Südosteuropa.
Belgrad ist ein fester Bestandteil vieler Donau-Kreuzfahrten, die zwischen Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien verkehren. Die meisten Kreuzfahrtschiffe legen direkt an den Ufern der Sava und Donau nahe dem Stadtzentrum an, was Besuchern einen schnellen Zugang zum historischen Zentrum und zur Festung Kalemegdan ermöglicht. Auch Novi Sad wird auf vielen Routen durch die Donau-Region als Zwischenstopp angesteuert.
Mehrere renommierte Reedereien bieten auf ihren mehrtägigen Donau-Flusskreuzfahrten Zwischenstopps in Serbien an (hauptsächlich in Belgrad und Novi Sad). Zu den Anbietern im deutschsprachigen Raum gehören u. a. Amadeus Flusskreuzfahrten, DCS Touristik, Phoenix Reisen sowie nicko cruises.
Auf Kreuzfahrten entlang der Donau erreicht man u.a. ab Passau, über Bratislawa (Slowakei) und Budapest (Ungarn), die serbischen Städte Novi Sad und Belgrad, mit Weiterfahrt nach Rumänien und in die Ukraine.
Inlandsinfrastruktur: Auf nationalen Strecken gibt es kaum regelmäßigen Inlandsflugverkehr. Gelegentliche Regionalverbindungen bestehen zwischen Belgrad (BEG), dem Flughafen Niš „Konstantin der Große“ (INI) und dem Flughafen Morava (KVO) bei Kraljevo. Aufgrund der kurzen Entfernungen und des gut ausgebauten Autobahnnetzes wird die Reise im Inland jedoch fast ausschließlich mit dem Auto oder dem Fernbus abgewickelt.
Straßennetz & Fahrzeiten:
Das serbische Autobahnnetz ist gut ausgebaut, insbesondere entlang des Nord-Süd-Korridors X, der Ungarn mit Nordmazedonien und Griechenland verbindet. Das Streckennetz umfasst rund 660 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen. Wichtige Verbindungen in Nord-Süd-Richtung sind die Autobahnen A1 und A2; A3, A4 und A5 verlaufen in West-Ost-Richtung. Sie verbinden Belgrad mit Novi Sad (Fahrzeit ca. 1 Stunde) sowie mit Niš (ca. 2,5 bis 3 Stunden).
Außerhalb der Autobahnen besteht das Straßennetz aus Nationalstraßen, Regionalverbindungen und gebirgigen Landstraßen. Westserbien mit Zielen wie Zlatibor, dem Tara-Nationalpark und Mokra Gora ist bergig und landschaftlich reizvoll, erfordert aber langsamere Fahrzeiten durch Täler und bewaldete Hügel. Im Winter können Schnee und Eis Strecken in höheren Lagen (insbesondere im Südwesten sowie rund um Skigebiete wie Kopaonik) beeinträchtigen.
Maut & Bezahlsystem:
Schnellstraßen und Autobahnen sind mautpflichtig. Die Maut wird streckenabhängig an Mautstationen kassiert (bei der Auffahrt wird ein Ticket gezogen, bei der Abfahrt bezahlt). An den Mautstationen werden Zahlungen in Serbischen Dinar (RSD), Euro sowie mit gängigen Kreditkarten problemlos akzeptiert. Alternativ steht ein elektronisches Transpondersystem (TAG) zur verfügung.
Tankstellen & Treibstoff:
Tankstellen mit guter Kraftstoffqualität sind an allen Hauptverkehrswegen und in Städten flächendeckend vorhanden. An den Hauptautobahnen und in Großstädten sind sie in der Regel rund um die Uhr geöffnet, an kleineren Landstraßen meist von 07:00 bis 21:00 Uhr.
Straßenzustand & Sicherheit:
Die Straßenqualität in Serbien ist auf den Hauptautobahnen und den wichtigsten Überlandverbindungen durchweg gut. Die Autobahnachsen zwischen Belgrad, Novi Sad, Niš und der ungarischen Grenze sind bestens gewartet und bilden das Rückgrat des Fernverkehrs. Auch die Verbindungen zwischen den größeren Städten sind durchgehend asphaltiert und in einem guten Zustand.
Sonderfall Neben- und Landstraßen: Auf untergeordneten Landstraßen und in Gebirgsregionen kann der Zustand variieren. Diese Straßen sind oft schmal, kurvenreich, teilweise von Schlaglöchern betroffen und meist unbeleuchtet. Besondere Vorsicht gilt bei Nachtfahrten in ländlichen Regionen, da hier häufiger mit unbeleuchteten Hindernissen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Viehtrieb gerechnet werden muss. In den Gebirgsregionen im Westen und Süden Serbiens können winterliche Verhältnisse (Schnee und Eis) die Befahrbarkeit zusätzlich beeinträchtigen.
Straßenkategorien & Beschilderung:
Das serbische Straßennetz gliedert sich in verschiedene Kategorien:
Zweisprachige Beschilderung:
Verkehrsschilder und Wegweiser im gesamten serbischen Straßennetz sind in der Regel zweisprachig verfasst – sowohl in kyrillischer als auch in lateinischer Schrift.
Mietwagen sind in Serbien weit verbreitet. Die größte Auswahl an internationalen und lokalen Anbietern findet sich am Flughafen Belgrad Nikola Tesla (BEG) sowie im Stadtzentrum von Belgrad. Weitere Mietstationen gibt es in Novi Sad, Niš und einigen anderen größeren Städten. Ein Mietwagen ist eine praktische Möglichkeit, ländliche und bergige Regionen Serbiens wie den Tara-Nationalpark, Zlatibor, Kopaonik oder die Weinregionen der Vojvodina flexibel zu erkunden, wo öffentliche Verkehrsmittel seltener verkehren. Die Beschilderung auf den Hauptrouten ist gut und Navigations-Apps funktionieren im gesamten Land zuverlässig.
Mietbedingungen & Alter:
Fahrer müssen in der Regel mindestens 21 Jahre alt sein (je nach Fahrzeugkategorie oder Anbieter teilweise auch 23 Jahre) und seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein besitzen. Für Fahrer unter 25 Jahren wird vor Ort oft eine Jungfahrergebühr berechnet. Für Passinhaber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der nationale Führerschein ausreichend. Ein internationaler Führerschein wird empfohlen, wenn der Führerschein nicht in lateinischer Schrift ausgestellt ist (z. B. bei Führerscheinen aus Teilen der Türkei oder anderen Drittstaaten).
Grenzüberschreitende Fahrten:
Reisende sollten vor der Buchung den Versicherungsschutz, die Selbstbeteiligung sowie die Bedingungen für grenzüberschreitende Fahrten prüfen. Für Fahrten mit dem Mietwagen in Nachbarländer auf dem Balkan verlangen Vermieter meist eine vorherige Genehmigung sowie zusätzliche Gebühren und Dokumente.
Taxis sind in Belgrad, Novi Sad, Niš und anderen serbischen Städten flächendeckend verfügbar. Lizensierte Taxis verfügen über ein Dachschild und ein Taxameter (die Fahrzeugfarben variieren je nach Taxiunternehmen). In Belgrad können Taxis direkt auf der Straße herangewunken, an ausgewiesenen Taxiständen genommen oder per Telefon bzw. App bestellt werden. Im Vergleich zu Westeuropa sind die Taxipreise in Serbien vergleichsweise günstig. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass das Taxameter bei Fahrtbeginn eingeschaltet wird. Nachts, an Wochenenden und an Feiertagen können Zuschläge anfallen.
Sicherheitstipp & Flughafenvoucher in Belgrad:
Es wird dringend empfohlen, ausschließlich lizensierte Taxiunternehmen zu nutzen. Dies gilt insbesondere am Flughafen Belgrad Nikola Tesla (BEG) sowie an Hauptbahnhöfen und Busbahnhöfen, wo inoffizielle Fahrer häufig versuchen, ankommende Reisende anzuwerben. Am Flughafen Belgrad sollten Passagiere vor dem Verlassen der Ankunftshalle am offiziellen Stand für Taxi-Voucher einen Festpreis-Gutschein für die Fahrt in die Stadt erwerben. Dies schützt zuverlässig vor Übervorteilung.
Fahrdienst-Apps (Ride-Hailing):
In Belgrad und einigen weiteren Großstädten sind Fahrdienst-Apps sehr weit verbreitet. Zu den bekanntesten Diensten gehören Yandex Go und CarGo. Zudem bieten viele traditionelle Taxiz
Fernradwege & EuroVelo 6:
Der bekannteste und am besten ausgebaute Fernradweg des Landes ist der Donauradweg (EuroVelo 6). Der serbische Streckenabschnitt führt entlang der Donau durch die Vojvodina, Novi Sad und Belgrad bis hin zur spektakulären Schlucht des Eisernen Tors an der rumänischen Grenze. Er bietet eine reizvolle Mischung aus Flusslandschaften, historischen Städten und ländlichen Regionen.
Radfahren in den Städten:
Belgrad verfügt an den Flussufern von Sava und Donau über gute Radwege; der Straßenverkehr im Stadtzentrum ist jedoch dicht und für ungeübte Radfahrer herausfordernd. Novi Sad gilt aufgrund des flachen Terrains und des gut ausgebauten Radwegnetzes als deutlich fahrradfreundlicher.
Mountainbiking & Sicherheitshinweise:
In den Gebirgsregionen West- und Südserbiens – wie im Tara-Nationalpark, in Zlatibor und Kopaonik – gibt es attraktive Waldwege und Strecken für Mountainbiker. Radfahrer sollten auf untergeordneten Landstraßen auf wechselnde Beläge, fehlende Seitenstreifen und mitunter zügigen Autoverkehr achten.
Das Überlandbusnetz ist eine der praktischsten und am weitesten verbreiteten Möglichkeiten, um durch Serbien zu reisen. Fernbusse verbinden Belgrad mit allen wichtigen Städten des Landes – darunter Novi Sad, Niš, Subotica, Kragujevac, Zlatibor und Kopaonik – sowie mit vielen kleineren Ortschaften, die nicht an das Schienennetz angebunden sind. Zu den bekanntesten Anbietern gehören das serbische Busunternehmen Lasta sowie FlixBus.
Service, Fahrzeiten & Buchung:
Busverbindungen sind in der Regel häufig, günstig und auf vielen Strecken schneller als die Bahn. Der Standard reicht von einfachen Regionalbussen bis hin zu modernen Fernreisenbussen mit Klimaanlage und Gepäckfach. Fahrkarten können gewöhnlich kurz vor der Abfahrt direkt am Busbahnhof gekauft werden. Während der Sommerferien, an Wochenenden sowie zu Großveranstaltungen (wie dem bekannten EXIT-Festival in Novi Sad) wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen.
Zentrale Busbahnhöfe:
Der zentrale Busbahnhof in Belgrad ist der wichtigste Knotenpunkt des Landes mit umfangreichen Inlands- und Auslandsverbindungen. Auch Novi Sad und Niš verfügen über große regionale Busbahnhöfe (Autobuska Stanica).
Verkehrsbestimmungen & Wichtige Regeln:
Ein Pannen- und Abschleppdienst ist in ganz Serbien verfügbar – insbesondere auf den Hauptautobahnen und rund um die Großstädte. Landesweite Pannenhilfe, Abschleppdienste, Reparaturen vor Ort und Verkehrsinformationen bietet der serbische Partnerclub des ADAC, der Auto-Moto Savez Srbije (AMSS) in Belgrad (Pannenhilfe-Notruf: Tel. 1987 / Zentrale: +381 (0)11 333 11 00).
Mietwagen & Pannensituationen:
Bei Panne oder Unfall mit einem Mietwagen sollte immer zuerst die jeweilige Autovermietung kontaktierte werden, da in den meisten Mietverträgen spezifische Pannennotdienste und Vorgaben enthalten sind. Die Notrufnummern des Vermieters sollten vor Antritt längerer Fahrten geprüft werden.
Reaktionszeiten & Wintervorsorge:
Die Anfahrtszeiten der Pannendienste sind auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen in der Regel kurz, können in entlegenen Gebirgsregionen oder bei winterlichen Wetterbedingungen jedoch länger dauern. Bei Fahrten durch ländliche Regionen West- und Südserbiens im Winter empfiehlt es sich, ausreichend Trinkwasser, warme Kleidung sowie ein geladenes Mobiltelefon mitzuführen.
ADAC-Auslands-Notruf:
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und -unfallschutzes rund um die Uhr Hilfe bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen sowie medizinischen Notfällen. Notrufnummern aus dem Ausland:
- Bei Fahrzeugschäden/Pannen: Tel. +49 (0)89 22 22 22
- Bei Erkrankungen/medizinischen Notfällen: Tel. +49 (0)89 76 76 76
Erforderliche Dokumente für Autofahrer:
Hinweis: Polizeiliche Verkehrskontrollen sind in Serbien vergleichsweise häufig. Fahrer sollten darauf vorbereitet sein, die geforderten Dokumente bei Aufforderung vorzuweisen.
Städtischer ÖPNV & Nahverkehr:
In den größeren städtischen Zentren Serbiens gibt es gut ausgebildete Nahverkehrsnetze. In Belgrad umfasst der ÖPNV Busse, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse (Trolleybusse), die vom städtischen Verkehrsunternehmen GSP Beograd sowie privaten Anbietern betrieben werden. Busse bilden das Rückgrat des Netzes, während Straßenbahnen vor allem im historischen Zentrum und in Teilen von Neu-Belgrad (Novi Beograd) praktisch sind. Zu den Hauptverkehrszeiten kann der Straßenverkehr sehr dicht sein, insbesondere auf den Brücken über die Sava und die Donau.
Fahrkarten & Bezahlsystem in Belgrad:
Das Tarif- und Bezahlsystem im Belgrader Nahverkehr wurde im Zuge von Modernisierungen angepasst. Fahrkarten für Busse, Trams und Trolleybusse können heute über SMS, offizielle Mobil-Apps, an Kiosken oder bargeldlos im Verkehrsmittel erworben werden. Fahrkartenkontrollen durch Inspektoren finden regelmäßig statt; Schwarzfahren wird mit Geldstrafen geahndet.
U-Bahn & Orientierung in Belgrad:
Belgrad verfügt derzeit über kein betriebsbereites U-Bahn-Netz (Metro-Bauprojekte befinden sich in der Umsetzung). Touristen nutzen für Wege durch die Stadt vor allem Busse, Taxis oder Fahrdienst-Apps. In zentralen Stadtteilen wie Dorćol, Stari Grad und
Nationale Bahnverbindungen (Srbija Voz):
Der nationale Personenverkehr wird von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Srbija Voz betrieben. Das Streckennetz verbindet die Hauptstadt Belgrad mit regionalen Zentren wie Novi Sad, Niš, Subotica, Užice und weiteren Städten.
Aushängeschild Hochgeschwindigkeitsstrecke:
Das Paradestück des serbischen Schienennetzes ist die modernisierte Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Belgrad und Novi Sad (Teil des Trassenprojekts Belgrad–Budapest). Sie stellt einen Quantensprung gegenüber dem traditionellen Balkan-Bahnverkehr dar und verkürzt die Fahrzeit zwischen den beiden größten Städten Serbiens erheblich.
Weitere Strecken, Panoramabahn & Museumszug:
Auf den übrigen Strecken im Land verkehren die Züge im Allgemeinen langsamer, bieten jedoch eine oft spektakuläre und entspannte Art des Reisens. Dies gilt insbesondere für die Gebirgsstrecken im Westen Serbiens sowie für die berühmte Panoramabahn Belgrad–Bar (Montenegro) mit ihren tiefen Tälern, hohen Viadukten und Berglandschaften. Ein historisches Highlight ist zudem Titos Blauer Zug (Plavi Voz), der als rollendes Museum auf ausgewählten Strecken eingesetzt wird.
Tickets & Preise:
Bahnreisen in Serbien sind vergleichsweise günstig. Fahrkarten können an den Bahnhöfen sowie für ausgewählte Verbindungen vorab online erworben werden.
Bahnpässe & Vergünstigungen:
Serbien ist in das europäische Zugpass-System integriert. Sowohl der Interrail One Country Pass als auch der Interrail Global Pass (sowie Eurail-Pässe für Reisende mit Wohnsitz außerhalb Europas) werden auf den Strecken der nationalen Bahngesellschaft Srbija Voz anerkannt.
Balkan Flexi Pass:
Für flexible Zugreisen in Südosteuropa wird zudem der Balkan Flexi Pass angeboten. Er gilt für unbegrenzte Fahrten im Schienennetz von Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Rumänien und der Türkei und ist für eine wählbare Anzahl von Reisetagen (z. B. 3, 5, 7, 10 oder 15 Tage innerhalb eines Monats) erhältlich.
Hinweis: Auf bestimmten Strecken – insbesondere auf der Schnellfahrstrecke Belgrad–Novi Sad sowie auf der internationalen Panoramabahn Belgrad–Bar nach Montenegro – ist zusätzlich zum Pass eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung erforderlich.
Der Personenverkehr auf den serbischen Wasserstraßen dient in erster Linie dem Tourismus und der Erholung und kaum dem alltäglichen Pendlerverkehr. Während die Hauptflüsse Donau und Save eine bedeutende Rolle für den Frachtverkehr und die internationale Kabinenschifffahrt spielen, gibt es kaum regelmäßigen Linienfährverkehr auf Binnengewässern.
Rundfahrten & Ausflugsboote:
Insbesondere in den wärmeren Monates werden in Belgrad vom Flussufer der Donau und Save aus zahlreiche touristische Panoramarundfahrten, Ausflugsboote und Abendfahrten angeboten. Auch in Novi Sad gibt es saisonale Freizeitangebote und Bootsfahrten entlang der Donau. Weitere Informationen zu aktuellen Fahrplänen und Routen bietet das serbische Fremdenverkehrsamt.
Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:
EU-Länder und Schweiz.
Hinweis: Doppelstaatler, die auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen bei der Ein- und Ausreise nach / von Serbien serbische Personalausweise bzw. Reisepässe benutzen.
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate gültig sein.
Hinweis: Doppelstaatler, die auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen bei der Ein- und Ausreise nach / von Serbien serbische Personalausweise bzw. Reisepässe benutzen.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten. Hinweis: Zu den maximal 90 Tagen Aufenthalt in Serbien werden auch Aufenthalte in Kosovo gezählt.:
(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) Türkei.
Kosovo: Die Ausreise aus dem Kosovo nach Serbien bzw. die Einreise nach Kosovo aus Serbien ist nur dann möglich, wenn auch die Einreise/Ausreise über Serbien erfolgt ist, ein serbischer Einreisestempel in den Pass eingetragen wurde und die Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen nicht überschritten wird. Die Einreise nach Serbien aus dem Kosovo ohne vorherigen Einreisestempel Serbiens stellt einen Verstoß gegen das serbische Ausländerrecht dar und kann eine Festnahme nach sich ziehen.
Die Gebühren sind je nach Nationalität verschieden gestaffelt. Kinder bis 14 Jahre zahlen die halbe Gebühr. Angehörige mancher Länder sind von den Visagebühren befreit und zahlen lediglich eine geringe Bearbeitungsgebühr. Näheres von der zuständigen konsularischen Vertretung.
Visum für Touristenreisen, Geschäfts- und Transitvisa. Gültigkeit und bewilligte Aufenthaltsdauer sind unterschiedlich.
2 Monate ab Ausstellungsdatum (Visa zur mehrmaligen Einreise bis zu 1 Jahr) für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über die notwendigen Reiseunterlagen sowie über eine bestätigte Sitzplatzreservierung verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Persönlich bei den Generalkonsulaten bzw. der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) oder online.
(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Webseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 1 Passfoto (3,5 x 4,5 cm).
(c) Reisepass, der nach der Gültigkeit des Visums noch mindestens 3 Monate gültig ist.
(d) Nachweis einer Krankenversicherung (Berechtigungsscheine der Krankenkasse oder Auslandsreisekrankenversicherung) mit einer Abdeckung von mindestens 20.000 €.
(e) Reisetickets (Bahn/Flug) oder Angaben zum Pkw/Kfz;
(f) Gebühr (Zahlungsweise ist beim Konsulat zu erfragen);
(g) Einladungsschreiben für private Besuche;
(h) Reisebuchung für touristische Besuche.
Touristenreisen zusätzlich:
(h) Unterkunftsnachweis (z.B. Hotelvoucher).
Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Einladungsschreiben des Unternehmens in Serbien (bei Reisen über sechs Monate: Vertrag über die Zusammenarbeit oder Nachweis über ständige geschäftliche Kontakte);
Besuchsreisen zusätzlich:
(h) Durch das Gemeindeamt oder Gericht beglaubigtes Einladungsschreiben der Verwandten/Bekannten in Serbien.
EU-Länder und die Schweiz: Für Aufenthalte in der Republik Serbien, die länger als 3 Monate dauern oder wenn eine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird, muss eine vor der Abreise einzuholende, kombinierte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis auf der Webseite der serbischen Regierung online beantragt werden.
Nur persönliche Antragstellung (mind. 1 Woche, in Stuttgart mind. 1 Monat vor der beabsichtigten Abreise), Bearbeitung am gleichen Tag. Falls eine Genehmigung der Behörden in Serbien oder Montenegro erforderlich sein sollte, verlängert sich die Bearbeitungszeit auf bis zu 1 Monat.
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel (mindestens 50 € pro Aufenthaltstag) verfügen.
Ausländer müssen sich polizeilich registrieren lassen. Organisationen, die Ausländern Unterkunft gegen Entgelt bieten, sowie Bürger von Serbien, zu denen Ausländer zu Besuch kommen, sind verpflichtet, deren Aufenthalt innerhalb von 24 Stunden ab Zeitpunkt der Ankunft in Serbien bei der Abteilung für innere Angelegenheiten im Aufenthaltsort anzumelden. Ausländer, die keine der oben angeführten Arten von Unterkunft benutzen (zum Beispiel Camper), sind verpflichtet, alle Aufenthalte an einem Ort, die länger als 24 Stunden dauern polizeilich anzumelden. Verstöße werden streng geahndet. Die Bescheinigung ist immer mitzuführen. Rundreisende, die sich kürzer als 24 Stunden an einem Ort aufhalten, müssen ihre ungefähre Reiseroute der serbischen Innenbehörde melden.
Deutsche: Personalausweis oder elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass oder Personalausweis.
Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Alleinreisende Minderjährige unter 16 Jahren, die nur in Begleitung eines Elternteils /Sorgeberechtigten oder in Begleitung Dritter nach Serbien reisen, benötigen eine amtlich beglaubigte Reiseerlaubnis der nicht mitreisenden Sorgeberechtigten. Außerdem sollten eine internationale Geburtsurkunde und eine Übersetzung der Reiseerlaubnis ins Serbische oder ins Englische vorgelegt werden können.
Für Hunde und Katzen wird ein Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt aus dem Herkunftsland benötigt, das bestätigt, dass das Tier gesund ist. Außerdem muss ein EU-Heimtierausweis vorliegen, der eine gültige Tollwutimpfung (mind. 15 Tage, max. 6 Monate vor Abreise) und eine Kennzeichnung durch Mikrochip bescheinigt.
Weitere Informationen sind vom serbischen Landwirtschaftsministerium erhältlich.
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate gültig sein.
Hinweis: Doppelstaatler, die auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen bei der Ein- und Ausreise nach / von Serbien serbische Personalausweise bzw. Reisepässe benutzen.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten. Hinweis: Zu den maximal 90 Tagen Aufenthalt in Serbien werden auch Aufenthalte in Kosovo gezählt.:
(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) Türkei.
Letzte Änderungen:
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Sicherheit - Kriminalität
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Am 25. Oktober 2026 finden in Serbien vorgezogene Parlamentswahlen statt. Im Vorfeld der Wahlen, am Wahltag sowie in den Tagen nach der Wahl kann es zu Demonstrationen und politischen Demonstrationen kommen, insbesondere im Zentrum Belgrads.
Demonstrationen und politische Protestaktionen können landesweit spontan entstehen. Dabei kann es zu Verkehrsbehinderungen und zu teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. Das betrifft ebenso Sportveranstaltungen, insbesondere Fußballspiele der beiden Belgrader Clubs Partizan und Roter Stern. Zudem können in der Grenzregion zu Kosovo Spannungen nicht ausgeschlossen werden.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle und Trickbetrügereien kommen insbesondere in den Großstädten an von Touristen stark frequentierten Orten vor. Es kommt zu Einbrüchen in Fahrzeuge.
Auf Autobahnen wurde vermehrt beobachtet, dass Autofahrer während der Fahrt oder an Raststätten auf angebliche Schäden am Fahrzeug aufmerksam gemacht werden, verbunden mit der Empfehlung einer nahe gelegenen Kfz-Werkstatt. Diese führt die oft zeitintensive und unnötige Reparatur anschließend zu überteuerten Preisen durch.
Serbien liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu meist leichteren Erdbeben kommen kann.
Das Klima ist gemäßigt-kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern.
Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Serbien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in Tourismusgebieten muss in diesen Fällen gerechnet werden.
Die Kontrollen an den serbischen Grenzübergängen und bei den benachbarten Staaten sind aufgrund der Flüchtlingssituation und der Bemühungen angrenzender Staaten mit Blick auf den Beitritt zum Schengener Abkommen verstärkt worden. Es kommt regelmäßig zu erheblichen (mehrstündigen) Wartezeiten bei Ein- und Ausreise.
Es existieren lokale sowie internationale Busverbindungen. Der Zugverkehr ist fast ausschließlich auf lokale Verbindungen innerhalb Serbiens beschränkt. Bis auf die Schnellbahn, die zwischen Belgrad und Novi Sad verkehrt, sind Züge langsam und häufig verspätet.
Die serbischen Landstraßen sind teilweise in mangelhaftem Zustand und schlecht beleuchtet. Auch auf Autobahnen fahren Fahrzeuge zuweilen ohne ausreichende Beleuchtung.
Abseits der Hauptstraßen in der Grenzregion zu Kosovo besteht weiterhin noch die Gefahr von Landminen.
Auf allen Straßen Serbiens muss ganzjährig auch tagsüber mit Abblend- oder Tagfahrlicht gefahren werden.
Vom 1. November bis 1. April besteht bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifenpflicht (mindestens Reifen mit M+S-Kennung).
Die Promillegrenze in Serbien beträgt 0,3; für Berufsfahrer und Fahranfänger 0,0. Wegen der Schuldzuweisung bei Unfällen wird jedoch dringend empfohlen, im Straßenverkehr ganz auf Alkohol zu verzichten.
Von einer Einreise nach Serbien mit einem Fahrzeug ohne gültige Hauptuntersuchung HU (auch „TÜV" genannt) wird abgeraten. Die serbischen Behörden können das Fahrzeug als unversichert betrachten und es kann Schwierigkeiten bei der Ein-/Ausreise geben, siehe auch Einreise und Zoll – Einfuhrbestimmungen.
Verstöße gegen die Verkehrsordnung werden je nach Schwere des schuldhaften Verhaltens mit empfindlichen Strafen geahndet.
Bei Reisen in oder durch Serbien sind auf Autobahnen und autobahnähnlich ausgebauten Straßen Mautgebühren zu zahlen. Ein Ausweichen auf Landstraßen zur Umgehung der Mautgebühr ist mit viel längeren Fahrzeiten und einem oft schlechten Straßenzustand (Schlaglöcher, fehlende Randmarkierungen) verbunden.
Die Maut kann in Serbien mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Für die Zahlung der Maut in EUR bzw. für den an den Grenzen möglichen Geldtausch sollten kleine Scheine und Münzen mitgeführt werden.
Auf allen Autobahnabschnitten in Serbien findet eine automatische Geschwindigkeitsüberwachung statt. Die Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit führt zu einem hohen Bußgeld (je nach Maß der Übertretung). Wer mit ausländischen Kennzeichen unterwegs ist, muss die Strafe sofort bei der Polizei vor Ort bezahlen. Bei sonstigen durch die Polizei festgestellten Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Straßenverkehr muss der Fahrer im Regelfall in Begleitung der Polizei zum zuständigen Gericht. Die dort ggf. verhängte Geldstrafe ist bei einer Bank oder der Post einzuzahlen.
Insbesondere Unfälle mit Personenschäden und Todesfolge werden mit mehrjährigem Freiheitsentzug geahndet. Die verhängte Strafe wird in der Regel nicht zur Bewährung ausgesetzt.
Sofern der Fahrer des Kfz nicht identisch mit dem in den Kfz-Dokumenten eingetragenen Halter ist, ist eine Vollmacht mit öffentlich beglaubigter Unterschrift des Halters in serbischer oder ersatzweise englischer Sprache mitzuführen, die auch die Personalien und die Reisepassnummer der bevollmächtigten Person enthält.
Als Nachweis für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung reicht das deutsche Autokennzeichen. Dennoch wird die Mitnahme der sog. "Grünen Versicherungskarte" empfohlen.
Bei jedem Unfall muss in Serbien die Polizei gerufen werden, die ein Schadensprotokoll anfertigt, das für Versicherungszwecke und ggf. Zollverfahren bei der Ausreise unerlässlich ist. In vielen Fällen ist die Entscheidung eines Verkehrsrichters erforderlich. Es kann daher auch bei vermeintlichen Bagatellunfällen zu mehrstündigen Wartezeiten kommen.
Die Mitnahme von Anhaltern kann insbesondere beim Grenzübertritt den Straftatbestand der Schleusung erfüllen.
Führerscheine von Mitgliedstaaten der Europäischen Union, also auch der deutsche Führerschein, sind für vorübergehende Aufenthalte ausreichend. Weitere Informationen bietet die deutsche Botschaft in Belgrad.
Homosexuelle Handlungen sind in Serbien nicht strafbar; gleichwohl stehen große Teile der Gesellschaft Homosexualität ablehnend gegenüber. Es kommt zu vor allem verbalen, in Einzelfällen auch physischen Angriffen, auf Angehörige der LGBTIQ-Gemeinschaft. Während öffentlichkeitswirksamer LGBTIQ-Veranstaltungen wie der jährlich stattfindenden Belgrade Pride Week sollte auf dem Hin- und Rückweg aus Sicherheitsgründen vom Tragen sichtbarer Zeichen der Teilnahme abgesehen werden.
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsbewegungen auf dem Westbalkan kann die Mitnahme von Anhaltern beim Grenzübertritt nach serbischem Recht den Straftatbestand der Schleusung erfüllen.
Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist verboten.
Einfuhr, Erwerb, Verkauf oder Besitz von Drogen (in jeder Form, auch z.B. Cannabis-Samen), wird in Serbien grundsätzlich streng bestraft. Auch bei zum Eigenbedarf bestimmten kleineren Mengen drohen eine Geld- und Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, selbst wenn der Besitz der fraglichen Menge in Deutschland legal ist.
Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen (Personen vor Vollendung des 14. Lebensjahres) sind strafbar. Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zwischen Vollendung des 14. und 18. Lebensjahrs sind strafbar, wenn sie unter Anwendung von Gewalt bzw. unter Missbrauch der dienstlichen Position begangen wurden.
Prostitution ist in Serbien eine Ordnungswidrigkeit. Im Falle von Prostitution werden beide Beteiligten mit einer Geld- oder Haftstrafe bestraft. Die Anstiftung und Vermittlung zur Prostitution wie auch die Werbung in öffentlichen Medien wird mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren, im Falle einer minderjährigen Person für den Täter bis zu zehn Jahren geahndet.
Landeswährung in Serbien ist der Dinar (RSD). Der EUR ist in Serbien nicht als offizielles Zahlungsmittel zugelassen.
Kreditkarten ausländischer Banken können fast überall als Zahlungsmittel verwendet werden. An den meisten Bankautomaten ist eine Geldversorgung auch mit deutschen Debitkarten (Girocard) möglich, sofern diese das „Maestro"-Zeichen tragen. Debitkarten, die lediglich das „V-Pay"-Zeichen tragen, sind für Geldabhebungen in Serbien nicht geeignet. Bargeld kann zudem in Wechselstuben („Menjačnica") getauscht werden.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen für die Dauer des Aufenthalts gültig sein.
Von der Einreise mit einem einmal als verloren oder gestohlen gemeldeten Ausweisdokument wird dringend abgeraten. Wird bei Ausreise festgestellt, dass das Dokument ausgeschrieben ist, sollte umgehend die ausschreibende Behörde kontaktiert und um dringende Löschung gebeten werden. Solange die Fahndungsausschreibung, die im Rahmen der Verlustmeldung von den deutschen Behörden veranlasst wird, auch in internationalen Registern nicht gelöscht ist, verweigern die serbischen Grenzbehörden die Einreise. Besonders am Flughafen Belgrad besteht die serbische Grenzpolizei auf einer Rückreise an den Herkunftsflughafen, selbst wenn dies mit mehrtägigen Wartezeiten verbunden ist. Die deutsche Botschaft in Belgrad hat hier keine Einflussmöglichkeit.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen zu touristischen Zwecken kein Visum.
Auf diese Dauer werden von den serbischen Behörden auch Aufenthalte in Kosovo angerechnet.
Inhaber deutscher Reisedokumente für Ausländer, Flüchtlinge und Staatenlose benötigen ein Visum für die Einreise in die Republik Serbien.
Bei beabsichtigtem Verbleib von mehr als 90 Tagen oder bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit kann der erforderliche Aufenthaltstitel entweder vor Reiseantritt online über die Webseite der serbischen Regierung (Englisch) oder persönlich bei einer serbischen Auslandsvertretung oder nach Einreise bei der zuständigen Ausländerpolizei in Serbien beantragt werden. Die Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis ist online möglich – weitere Informationen bei der Ausländerpolizei in Belgrad (Omladinskih brigada 1, Tel. +381 11 3618956, +381113618972 – Terminvereinbarung, E-Mail: upravazastrance@mup.gov.rs).
Für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist unabhängig von der Aufenthaltsdauer eine Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Seit Februar 2024 kann eine kombinierte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ausgestellt werden. Die Beantragung ist ebenfalls über die Webseite der serbischen Regierung (Englisch), vor Einreise bei der zuständigen serbischen Auslandsvertretung in Deutschland oder nach Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde in Serbien möglich.
Weitere Informationen bieten das serbische Innenministerium und das serbische Außenministerium, auch bei beabsichtigter Übersiedlung nach Serbien.
Minderjährige, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen alleine, mit einem Sorgeberechtigten oder in Begleitung von Dritten nach Serbien reisen, wenn sie eine Einverständniserklärung des/der nicht mitreisenden Personensorgeberechtigten mit amtlich beglaubigter Unterschrift bei sich führen. Eine Übersetzung dieser Erklärung ins Englische oder Serbische und das Mitführen einer internationalen Geburtsurkunde wird empfohlen.
Minderjährige, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen alleine nach Serbien reisen.
Die Einreise nach Serbien aus Kosovo ist nur möglich, wenn die Einreise nach Kosovo zuvor auf dem Landweg aus Serbien erfolgt ist und die Gesamtreisedauer drei Monate nicht übersteigt (siehe Visum). Selbst dann kann es zu Schwierigkeiten, bis hin zur Einreiseverweigerung, kommen. Hintergrund ist, dass Serbien Kosovo als Teil seines staatlichen Territoriums und nicht als Ausland betrachtet.
Kosovarische Einreisestempel werden von den serbischen Behörden zumeist ungültig gestempelt. Reisende, die keinen kosovarischen Einreisestempel im Reisepass wünschen, können dies der kosovarischen Grenzpolizei bei Einreise mitteilen. Die Reise nach Serbien ist mit dem deutschen Personalausweis möglich, siehe Abschnitt Reisedokumente.
Ausländer müssen in Serbien innerhalb von 24 Stunden am Ort ihres Aufenthaltes polizeilich angemeldet werden. Zuständig hierfür sind die Gastgeber (Privatpersonen/Unterkunftsinhaber von Hotels, etc). Nach erfolgter Anmeldung wird als Nachweis eine polizeiliche Bescheinigung ausgestellt. Für Camper, die sich weniger als 24 Stunden an einem Ort aufhalten, besteht keine Meldepflicht, aber sie sollen ihre ungefähre Reiseroute mit den jeweiligen Standorten den serbischen Innenbehörden in englischer Sprache mailen: infomup@mup.gov.rs. Diese informieren dann die zuständigen Polizeistationen. Ab 24 Stunden Aufenthalt an einem Ort sind Camper verpflichtet, sich bei der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Polizeibehörde anzumelden. Verstöße gegen die Meldepflicht können zu Schwierigkeiten bei der Ausreise führen und mit einer Geldstrafe geahndet werden.
Personen, die neben der deutschen auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, werden von den serbischen Behörden ausschließlich als eigene Staatsangehörige betrachtet und sind verpflichtet, bei der Ein- und Ausreise serbische Reisedokumente zu benutzen.
Die allgemeine Wehrpflicht wurde ausgesetzt, die Ableistung des Wehrdienstes erfolgt nach dem Freiwilligkeitsprinzip. Alle männlichen serbischen Staatsangehörigen, die keinen Wehrdienst leisten, müssen sich in eine Liste („Wehrpflichtevidenz") eintragen lassen und gelten als Reservisten. Serbische Staatsangehörige, die im Ausland wohnen, müssen sich in der Wehrpflichtevidenz der zuständigen serbischen Auslandsvertretung eintragen lassen. Weitere Informationen erteilen die zuständigen Konsularvertretungen der Republik Serbien in Deutschland.
Die serbische Regierung plant die Wiedereinführung der Wehrpflicht, weitere Details sind jedoch noch nicht bekannt.
RSD dürfen bis zu einem Gegenwert von 10.000 EUR ein- und ausgeführt werden. Eine größere Summe darf nur eingeführt werden, wenn sie bei einer ausländischen Bank gekauft und dies durch Belege nachgewiesen werden kann.
Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt und bis zu einem Betrag von 10.000 EUR wieder ausgeführt werden. Bei Einfuhr von Devisen sind Beträge von über 10.000 EUR unbedingt beim Zoll anzumelden; der darüber ausgestellte Beleg ist bis zur Ausreise aufzubewahren. Verstöße gegen die Anmeldepflicht werden mit Devisenbeschlagnahmung geahndet und können mehrmonatige Haftstrafen nach sich ziehen.
Falls zu gleicher Zeit Devisen, RSD und Reiseschecks ausgeführt werden, darf die Gesamtsumme nicht mehr als 10.000 EUR betragen. Beträge ab 10.000 EUR dürfen nur per Banküberweisung ausgeführt werden. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung wird mit einer hohen Geldstrafe geahndet.
Reisegepäck und Waren des persönlichen Bedarfs (Kleidung, persönliche Hygieneartikel, technische Geräte) können nach Serbien vorübergehend zollfrei eingeführt werden. Arzneimittel sind zudem begrenzt auf den für die Aufenthaltsdauer erforderlichen persönlichen Bedarf. Zur Vermeidung von Problemen bei der Wiederausfuhr wird empfohlen, höherwertige Gegenstände bei der Einreise anzumelden und die Zollbehörden um Fertigung einer beglaubigten Einfuhrliste zu bitten.
Weiterhin bestehen in Serbien für folgende Warengruppen Beschränkungen bei der zollfreien Einfuhr:
Gegenstände von archäologischem oder künstlerischem Wert dürfen nur mit vorheriger Genehmigung der zuständigen serbischen Behörde ausgeführt werden. Dies gilt auch für Jagdtrophäen.
Waffen (dazu gehören u.a. auch Bögen, Pfeile, Messer, Gaspistolen, Sportwaffen) dürfen nur mit besonderer Genehmigung der serbischen Behörden ein- und ausgeführt werden. Fehlt diese behördliche Genehmigung, drohen hohe Haftstrafen. Auch wenn es sich um eine Schreckschusswaffe handelt, leitet die Staatsanwaltschaft häufig ein Untersuchungsverfahren (mit möglicher U-Haft) ein. Es wird dringend empfohlen, sich vor einer geplanten Reise mit Waffe mit der zuständigen serbischen Auslandsvertretung in Deutschland in Verbindung zu setzen.
Funkgeräte und Drohnen dürfen nur mit vorheriger Genehmigung der zuständigen serbischen Behörden eingeführt und genutzt werden.
Weitere Informationen bietet die serbische Zollverwaltung.
Von einer Einreise nach Serbien mit einem Fahrzeug ohne gültige Hauptuntersuchung HU (auch „TÜV" genannt) wird abgeraten. Die serbischen Behörden können das Fahrzeug als unversichert betrachten und es kann Schwierigkeiten bei der Ein-/Ausreise geben.
Darüber hinaus sind die serbischen Einfuhrbestimmungen sind auch zu beachten, wenn lediglich eine Durchreise durch Serbien geplant ist.
Soll die Durchreise in einem Pkw mit sog. Zollkennzeichen erfolgen, müssen die Zollpapiere durch eine Spedition erstellt werden. Die Begleitung durch Speditionspersonal im Pkw selbst während des Transits stellt eine gängige Praxis dar.
Die Ein- und Durchfuhr von Benzin und Dieselkraftstoff in Kanistern ist in Serbien nicht zulässig.
Für die Einfuhr von Haustieren ist der EU-Heimtierausweis erforderlich, aus dem die Kennzeichnung des Tieres durch Mikrochip oder deutlich lesbare Tätowierung hervorgehen muss. Für zum ersten Mal gekennzeichnete Tiere ist ein Mikrochip Pflicht.
Im EU-Heimtierausweis muss eine gültige Tollwutimpfung eingetragen sein, deren Erstimpfung mindestens 21 Tage vor der Einreise erfolgt sein muss.
Weitere Informationen bietet die serbische Zollverwaltung.
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Reiseimpfungen:
Es ist eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen FSME und Hepatitis B angeraten.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Serbien ist nicht landesweit mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Belgrad weist die beste medizinische Versorgung auf. Auch in Novi Sad und Nis sind gute und leistungsfähige Krankenhäuser zu finden. Außerhalb der großen Städte kann nicht immer mit einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung der gesamten Bandbreite gerechnet werden. Vorwiegend in Belgrad existieren oft private Kliniken und Arztpraxen mit Ausstattungen, die deutschen Standards entsprechen. Eine kostenlose Behandlung ist in staatlichen Krankenhäusern möglich. Vor der Behandlung müssen Versicherte ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) der örtlichen Zweigstelle der „Republikanstalt der Krankenversicherung" (Republicki zavod zu zdravstveno osiguranje) vorlegen.
West-Nil-Fieber kann landesweit durch Mücken übertragen werden. Eine entsprechende Impfung existiert nicht.
Die in Serbien vorkommende Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene kann eine Viruserkrankung der Leber (Virushepatitis A) auftreten.
Durch sexuelle Kontakte können neben klassischen Geschlechtskrankheiten wie Syphillis oder Gonorrhoe bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B) übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann insbesondere in den Sommermonaten zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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